650B nur Mittelmass oder doch das Mass der Dinge

geschrieben von stefgru | 11 Aug, 2012
650B ist ein spannendes Thema, das momentan alle beschäftigt. Das Radmass ist kein neues, sondern schon seit Anfang/Mitte des letzten Jahrhunderts ein Standardmass, das etwas in Vergessenheit geraten ist. In den USA gibt es seit ein paar Jahren kleinere Bikeschmieden, die 650B für sich entdeckt haben.

Jetzt erinnert man sich plötzlich wieder daran, da das 29“ Mass dank seiner unübertroffenen Rolleigenschaften den Siegeszug angetreten hat, die Radgrösse aber nicht für alle 100% ideal ist. So klagen gerade sehr kleine Biker/Bikerinnen dass sie auf den baulich bedingt grösseren Rahmen sehr schlecht sitzen. Zudem lassen sich nur Bikes bis max. 130mm Federweg hinten damit realisieren. Das grosse Hinterrad braucht beim Einfedern sehr viel Platz, den man nicht schaffen kann (ohne Sitzrohr funktioniert ein Bike nun einfach mal nicht). Auch werden die 29" Laufräder für den härteren Einsatz bei ausreichender Stabilität sehr schwer. Deshalb wird das 29" Bike kaum eine Chance haben im All Mountain Bereich (140-150mm Federweg) oder gar im Enduro Sektor (160mm und mehr Federweg) erfolgreich zu sein.

Deshalb erlebt das 650B Radmass jetzt einen unerwarteten Aufschwung, weil alle oben genannten Probleme mit dem neuen Radmass gelöst werden:
1. Bessere Rolleigenschaften und bessere Traktion als 26“ Räder (siehe auch Bericht des Ride magzins im Heft 3/12)
2. Auch kleine Biker profitieren von den Vorteilen der 650B Räder, da die Rahmen deutlich kleiner sind als 29“ Rahmen
3. Es lassen sich sehr gut Bikes mit 160mm Federweg und mehr entwickeln (siehe Transalpes 650B Fully)
4. Die Laufräder sind deutlich steifer als 29“ Laufräder
5. 650B Bikes sind agiler als 29" Bikes

Die momentane Verwirrung ist verständlich, aber diese wird sich sehr schnell legen. Künftig werden kleine Fahrer tendenziell mit 650B Bikes unterwegs sein, sehr grosse Fahrer eher mit 29“ Bikes. Wer viel Federweg will, greift auch auf 650B zurück, der Traditionalist bleibt bei 650B.

Spannend ist doch folgende Tatsache. Wenn man für ein Kind ein Bike kauft, dann entscheidet die Körpergrösse, welche Radgrösse gewählt wird. Und bei uns Erwachsenen? Ist es nicht seltsam, dass alle auf gleich grossen Rädern daherrollen? Denk mal drüber nach!

P.S. Wenn du mehr zum Thema 650B wissen willst, dann komm doch Am 15. August 2012 ab 18:00 Uhr zur Präsentation unserer 650B Prototypen in meinen Transalpes Factory Shop in Zwillikon. Wir haben sich auch für dich das richtige Bier zum Anstossen ;-)

Trail Paradies Latsch

geschrieben von stefgru | 10 Apr, 2012
Latsch liegt im Vinschgau und ist ca. 4 Autotunden von Zürich entfernt. Über Ostern war ich mit meiner Frau für vier Tage dort um mal wieder richtig zu Biken und Material zu testen.
Das Vinschgau ist eine der sonnenreichsten und wärmsten Regionen der Alpen, die Südhänge sind auch im Winter meist schneefrei. Deshalb trifft man dort auch im Januar und Februar Testcrews der grossen Bikemagazine an. Dieses Jahr im März lagen die Temperaturen oft bei 20 - 25 Grad, ideal für ein erstes Trainingslager. Über Ostern waren die Süd- und auch die Nordhänge bis 1700 MüM schneefrei und alle namhaften Trails wie der Lottersteig, der 4er oder der Holly Hansen waren fahrbar.
Unterkünfte hat es zur genüge in allen Preisklassen und Lagen. Wer es exklusiv mag, der logiert am besten bei Martin im Jagdhof, etwas einfacher mit hervorragender Küche ist es bei Werner im Latscherhof. Wir haben uns für die Pension Sachsalber entschieden (da alles andere schon ausgebucht war), zum Glück wie sich gezeigt hat! Die Pension ist einfach aber dafür sehr familiär. Roman, der Chef ist mitverantwortlich für den Bau und Unterhalt der Trails. So hatten wir die besten Informationen über die Trails aus erster Hand. GPS Geräte werden gratis mit Daten gefüttert, wer kein eigenes hat, kann sich ein Gerät gratis! leihen. Für mich, der ich mit GPS auf Kriegsfuss stehe, hat Roman jeden morgen meine Routen ausgedruckt.

Zur Wahl stehen unzählige Trailkilometer auf beiden Talseiten. Charakteristisch für die Südhänge ist, dass diese sehr trocken sind. Dem entsprechend sind die Trails eher rauh, steinig und felsig. Teilweise wünscht man sich etwas Feuchtigkeit für den Boden, damit man mehr Grip hat.
Die Nordhänge sind bewaldeder, schattiger und deshalb auch etwas feuchter. Hier gibt es auch Trails mit weichem Untergrund. Beiden Seiten gemeinsam ist, dass die Trails alles bieten was man sich wünscht. Steile, technisch sehr anspruchsvolle Passagen sorgen für Adrenalin, flowige Traversen für unbeschreibliche Glücksmomente.

Eine Liste mit hilfreichen Links findest du zu unterst im Text. 

Das Transalpes Mobil war natürlcih mit Bikes und Material voll beladen. Auf meinem neuen Transalpes 29er Fully habe ich ein Testmodell des neuen DT 2013er Dämpfers gefahren (danke Frisu für den Dämpfer). Neu hat dieser Dämpfer neben dem Lockout auch eine Pedalplattform und ist eine echte Akternative zum FOX RP23. Der Dämpfer spricht sehr feinfühlig an und ist sehr leicht einstellbar.
An meinem Transalpes Big Mountain habe ich eine Brake Force One Bremse montiert. Über diese wird in letzter Zeit ja sehr viel geschrieben, positives wie negatives. Also war es Zeit für den Härtetest auf den anpruchsvolen Trails im Vischgau. Die BFO hat mir drei Tgae lang Spass gemacht. Trotz fehlendem Ausgleichsbehälter, von Fading keine Spur. Eine Stärke hat die BFO auf den steilen und teilweise sehr verblockten Trails voll ausspielen können, ihre gute Dossierbarkeit. Anders als herkömmlcih Bremsen hat die BFO keinen „Druckpunkt“ sondern sie baut die Bremskraft linear in Abhängigkeit zum Weg des Hebels auf. Je weiter man am Hebel zieht, desto mehr Bremskraft entwickelt die Bremse. Einfach und auch gut erlebbar im anspruchsvoleln Gelände. Aussedem verfügt die BFO über sehr viel Bremskraft wenn man sie dann mal braucht. Die Bremse ist zwar nicht ganz günstig, dafür hält sie aber was sie verspricht.
Bei meinem anderen neuen „Teil“ am Big Mountain war ich mir nicht so sicher ob es gut kommt. Immerhin bietet das Big Mountain satte 160mm Federweg und will demenstprechend gefahren werden. Ich hatte mir mit den neuen ZTR Crest 650B Felgen von NoTubes einen sehr leichten Radsatz gebaut. Testpneu hatte ich von Schwalbe mehrere bekommen, aber leider haben nur die Racing Ralph 2.25“ in den Hinterbau gepasst. Na prima, ich weiss nicht, wann ich das letzte Mal so schmale Pneu gefahren bin. Also drauf mit den Dingern und rein ins Vergnügen. Nach den ersten zaghaften Metern wurde ich immer mutiger und nach den ersten paarhundert Downhillmetern war es mir schon nicht mehr wichtig was für Pneu ich fahre, bzw. ich merkte gar nicht, dass ich auf 2.25“ RR unterwegs war. So fielen dann unterwegs einige ungläubige Blicke von anderen Bikern auf meine Pneu. Was diese jedoch nicht realisierten war, dass ich auf 650B unterwegs war. Und das macht tatsächlich einen grossen Unetrschied. Die Pneu haben mehr Auflagefläche als 26“ Räder und bieten dadurch wesentlcih mehr Grip. Auch rollen sie viel besser über Stock und Stein – aber kommen in diesem Punkt nicht an die 29“ Kollegen dran. Wenn ich aber die Mischung aus Gewicht, Rolleigenschaften, Grip und Steifigkeit betrachte, dann haben 650B Räder bei Bikes mit 140mm Federweg und mehr eindeutig die Nase vorne. Ich bin gespannt, was da in den nächsten Jahren so auf uns zurollen wird.

Alles in allem waren es vier tolle Biketage in einer unglaublichen Bikeregion. Es hat einfach alles gepasst von der Unterkunft über die Trails bis zum Material. Ganz besonders erwähnen möchte ich zum Schluss die Gastfreundschaft und Freundlichkeit der Menschen die wir kennengelernt haben. Wir waren sicher nicht das letzet Mal in Latsch!

 

So, und hier nun die Linkliste:
Pension Sachsalber
Hotel Jagdhof
Hotel Latscherhof
Bike Eldorado Vinschgau
Romas Bikeseite
Transalpes 29er
Transalpes Big Mountain
NoTubes (650B)
Brake Force One




Eine Oase der Ruhe und des Friedens - oder ein Stück Tibet im Wallis

geschrieben von stefgru | 9 Aug, 2011
Letzte Woche war ich mit meiner Frau mehrere Tage mit dem Bike im Wallis unterwegs. Auf Empfehlung eines Freundes haben wir uns unter anderem auch auf die Moosalp gemacht, nicht nur der leckeren Cremeschnitten wegen. Von der Moosalp gibt es nämlich diverse lohnende Trails ins Tal hinab.

Nach den etwas flowigen Trails der ersten Moosalp Runde haben wir uns beim zweiten Mal die etwas technischere Variante über Embd entschieden. Irgendwann folgten wir dem empfohlenen Yak-Trail, der sich immer wieder verzweigte. So, etwas von der Ideallinie abgekommen, sah ich plötzlich grosse Gebetsfahnen vor mir über den Trail gespannt.

Hallo dachte ich, wir sind hier doch im Wallis.....und nicht im Himalaya. Erinnerungen an meine beiden längeren Biketouren im Ladakh wurden wieder geweckt. Zu meiner Überraschung führte der von uns eingeschlagene Weg zur Yak Tsang Ling Roti Flüo. Überall Gebetsfahnen, kleine budhistische Tempel und Altäre, sogar ein thailändische Geisterhaus haben wir entdeckt.

Die Yackfarm liegt hoch über dem Mattertal und wird von Dani Wismer und Sonja Mathis ganzjährig betrieben.Seit über 17 Jahren züchtet Dani in idyllischer Lage Yaks und wurde für sein Yak-Trockenfleisch nach bündner Art schon ausgezeichnet.

Wer einmal fern ab vom Massentourismus ein paar Tage abschalten möchte, der ist hier richtig. Im Massenschlag stehen mehrere Betten zur Verfügung und gekocht wird für die Gäste auch. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage www.yaks.ch

Härtetest für die neue Shimano XT 2012 Gruppe am Pilatus

geschrieben von stefgru | 4 Jul, 2011
Letzte Woche habe die lang ersehnte neue Shimano XT Gruppe erhalten, zwar erst die silberne Version, aber trotzdem, ich hatte meine Freude.

Am Samstag habe ich die Gruppe dann an ein neues Transalpes Testbike montiert. Einzig mit der Kettenlänge hatte ich zuerst etwas Mühe. Hatte nicht berücksichtigt, dass ich hinten ja ein 36-er Ritzel habe.

Die erste Testfahrt fand dann gleich am Sonntag statt. Zielgebiet: Pilatus.
Von Alpnachstad ging es über Lütoldsmatt und Fräkmünt  bis zum Punkt Chilchsteine auf 1865 MüM.
Der Anstieg hatte es in sich, bis zu gefühlten 25% Steigung. Die neue DynaSys-Schaltung habe ich vorne dreifach mit 24-32-42 Zähnen und hinten mit 11-36 Zähnen montiert. Erstaunlich war, dass ich dank des  36-er Ritzels hinten sehr lange auf dem mittleren Kettenblatt bleiben konnte ohne zu schalten. Praktisch den gesamten Aufstieg auf Asphalt habe ich das kleine Blatt nie gebraucht. Als dann ab Lütoldsmatt die kernigen Anstiege kamen musste auch das kleine Kettenblatt herhalten. Auch hier war das 36-er Ritzel wieder hilfreich. Bis Laub konnte ich so alle Anstiege meistern. Danach hat mir dann die Kraft gefehlt um auch noch den Rest der technisch anspruchsvollen steilen Steigung ganz zu fahren.

Den Aufstieg auf den Gipfel haben wir uns dann wegen der grossen Menschenmassen gespart. Gut erholt haben wir uns dann in die Falllinie entlang der Zahnradbahn geworfen. Die 1400 Hm Trail gehören mit zum Besten das ich kenne. Teilweise sehr anspruchsvoll, durchsetzt mit zahllosen Stufen, Switchbacks und groben Stein-/Wurzelpassagen verlangt der Trail volle Konzentration. Ich war gespannt auf die neue XT Bremse mit IceTec .  Bewusst hatte ich nur die 180/160mm Scheiben montiert um zu sehen was die Bremse bei einem knapp 80 Kg Mann im extremen Gelände kann. Um es vorweg zu nehmen, die Bremse hat mich begeistert. Der Druckpunkt ist klar definiert, Fading ein Fremdwort. Die Bremskraft war sehr gut und auch sehr gut dosierbar, wobei ich mir für mein Big Mountain mit 160mm Federweg in jedem Fall die 203/180mm Scheiben montieren würde. Die Bremsen wurden nie extrem heiss, zumindest konnte ich keine Geruchsentwicklung feststellen ;-). Alles in allem ist die neue XT Bremse sensationell gut.

Mein Fazit nach diesem sehr harten Test der neuen XT-Gruppe: Shimano knüpft mit der neuen XT an die gewohnte Qualität an und setzt wieder einmal den Masstab in der mittleren Preisklasse.

Hier noch ein paar Facts zur Gruppe, alle Gewichte mit Präzisionswaage gemessen:

Kurbel: 775g
Innenlager: 92g
Schaltwerk: 230g
Umwerfer Downswing: 152g
Umwerfer Topswing: 149g
Schalthebel links: 137g
Schalthebel rechts: 143g
Bremse vorne (ohne Adapter/Schrauben): 285g
Bremse hinten (ohne Adapter/Schrauben): 301g
Disc 6-Loch 160mm (mit Schrauben): 142g
Disc 6-Loch 180mm (mit Schrauben): 170g
Disc 6-Loch 203mm (mit Schrauben): 208g
Kette 116 Glieder: 280g

Wer die neue Gruppe mal testen will darf sich gerne bei mir melden. Tel 044 500 56 00

;-) natürlich verbaue ich die Gruppe ab sofort auch an allen meinen Bikes!

Neue Karte für Trail-Fans - Supertrail Map

geschrieben von stefgru | 27 Jun, 2011

Kürzlich habe ich im Internet  eine neue interessante Karte für  Biker entdeckt. Schon der Name SUPERTRAIL MAP lässt ahnen auf welche Zielgruppe der Herausgeber abzielt und weckt Hoffnungen.
Ich habe mir mal zwei dieser Karten gekauft, beide aus Regionen die ich zumindest etwas kenne.

Auf den ersten Blick unterscheidet sich die Supertrail Map kaum von der bekannten Singletrail Map. Viele Bunte Linien auf einer Karte im Massstab 1.50000 verteilt. Bei genauerem Hinsehen und anschliessendem Studium der Legende offenbart sich aber viel Neues.

Die Karte weisst nur Trails aus, unterschiedlich markiert nach Schwierigkeitsgrad und ob es sich um einen Uphill-Trail oder Downhill-Trail handelt. Dies macht das Leben eindeutig leichter.
Die Schwierigkeitsstufen sind derer fünf plus eine zusätzliche Farbe für Schieb-/Tragepassagen. Die einzelnen Schwierigkeitsgrade sind ausreichend gut beschrieben. Alle Trails wurden vom Herausgeber und seinen Mitarbeitern befahren, sodass eine einheitliche Bewertung der Trailschwierigkeiten garantiert ist.
Zusätzliche Piktogramme weissen auf Hotels, Restaurants, Werkstätten, gefährliche Schlüsselstellen und ähnliches hin. Manche Trails begleitet ein „grüner Daumen nach oben“ – dann handelt es sich um einen Highlight-Trail.

Die Karten gibt es nicht flächendeckend sondern sie werden nur für Gebiete ausgearbeitet, die eine besonders hohe Trail-Dichte aufweisen. 

Tourenvorschläge als solche findet man auf der Karte nicht. Darauf angesprochen meint der Herausgeber: „. Tourenvorschläge: Ich denke, dass die Karte die Art und Weise, wie man Touren fährt, etwas beeinflussen wird. Man kann ja jetzt beliebig viele Highlight-Trails aneinanderhängen, wie man will. Abkürzen, Verlängern - ganz nach eigenem Gusto. Es ist aber bereits ein Ergänzungsangebot in Vorbereitung, das dem Bedürfnis nach Orientierung mit GPS, aber auch der Vorbereitung einer spezifischen Tour, Rechnung trägt. Du kannst gespannt sein :-)“

Ja, das bin ich dann auch wirklich.

Für die Schweiz gibt es bereits folgende Karten:
Mendriso
Lugano
Davos-Arosa_Lenzerheide
Visp
Les Portes du Soleil (ab 30. Juni 2011)

Interessant dürften auch noch die Karten vom Gardasee, dem Susatal und Finale Ligurie werden, die für diesen Sommer angekündigt sind.

Die Karten sind unter anderem hier erhältlich….


Herstellerseite

Bikerevier Flims

geschrieben von stefgru | 14 Jun, 2011
Pfingsten - das heisst mal wieder zwei Tage am Stück frei und endlich mal wieder Zeit für einen Ausflug in die Berge. Flims stand auf dem Programm und zumindest am Sonntag waren top Bikebedingungen.
Etwas verkatert (diverse Sachen mussten endlich mal nachgefeiert werden) haben wir uns dann gegen Mittag auf die Bikes geschwungen. Einen vielversprechenden Tourenvorschlag hatten wir auch im Rucksack, aber um an den Ausgangspunkt der Tour zu kommen war uns der Sessellift ab Flims empfohlen worden. Also schnell das Ticket gelöst und auf über Foppa zur Station Naraus.
Dies ist auch der Ausgangspunkt der Freeride Strecke Runca, die wir aber verschmäht haben. Für uns hiess es zuerst mal 200 Hm stossen. Was danach kam war Soulriden pur. Bis hinunter nach Flims haben wir nur gelegentlich mal eine Forststrasse gequert und konnten uns am Schluss noch von den Qualitäten der Runca-Freeride-Strecke überzeugen.

Hier ein paar Impressionen unserer Traumtour (leider ist die Qualität der Bilder nicht so gut, da ich nur mein iPhone zur Hand hatte)












Hydraulische Schaltung ACROS A-GE

geschrieben von stefgru | 5 Mai, 2011
Was vor 5 Jahren als zaghafter Versuch eines Tüftlers aus Freiburg (D) unter dem Arbeitstitel 5Rot startete wird jetzt serienreif. Acros, die Komponentenschmiede aus Deutschland, hat das Konzept von Christoph Mutters aufgegriffen, denselben eingestellt und herausgekommen ist jetzt die erste serienreife Schaltung A-GE von Acros. Die A-GE leitet vielleicht ein neues Zeitalter im Schaltbereich ein. Dabei wird nicht ein komplett neuer Ansatz wie etwa mit der Rohloff oder dem Pignion Getriebe gestartet. Diese Konzepte sind meines Erachtens zu schwer um sich letztendlich durchsetzen zu können. Vielmehr wird die sich seit Jahrzehnten bewährte Kettenschaltung optimiert.


Herausgekommen ist dabei dies:






Folgende Vorteile weisst die A-GE Schaltung gegenüber „konventionellen“ Kettenschaltungen auf:
1. Die A-GE ist, einmal richtig montiert, absolut wartungsfrei
2. Ein Schaltwerk und ein Umwerfer für alle Übersetzungen
3. Schnelles und präzises Schalten hoch und runter
4. Hinten 3 Gänge hoch oder runter in einem Schaltvorgang schaltbar
5. 229 Gramm leichter als SRAM X.0
6. Jedes Einzelteil austauschbar
7. Im Schadensfall kann jeder Gang manuell eingelegt werden

Ich durfte die Schaltung als einer der ersten überhaupt vor einigen Wochen bei Acros fahren. Ungewohnt war zunächst mal, dass ich  pro Schaltung nur noch einen Schalthebel habe. Nach einigem Rätselraten war es dann aber klar: mit einem Hebel werden die beiden Schaltvorgänge hoch und runter ausgelöst, je nachdem ob ich den Schalthebel im oberen Bereich drücke oder unten, wodurch dieser leicht schwenkt.



Einmal begriffen, kam das AHA-Erlebnis. Mühelos 3 Gänge rauf und runter schalten, blitzschnell und absolut präzise.
Die Schaltung macht wirklich Spass und sieht auch noch sehr edel aus. Einzig der Preis macht deutlich, dass es sich um ein absolutes Highend Produkt handelt, das sich nicht jeder an sein Bike montieren möchte.

Mehr Informationen gibt es direkt von Acros unter www.acros.de, auf www.trailsupply.ch und natürlich an den Bike Days. Dort kann man die Schaltung dann mal testen.
Filme zum Thema gibt es auf Youtube natürlich auch schon einige, hier mal die besten:


Gabeltest

geschrieben von stefgru | 10 Feb, 2011

Derzeit teste ich für meine neuen Bikes mehrere Gabeln. Unter anderem die von mir persönlich bevorzugten Federgabeln mit Stahl- bzw. Titanfeder. Hier seht ihr mal wie gut eine solche Gabel anspricht. Ich finde es immer wieder beeindruckend was die Gabeln heutzutage leisten müssen.



Mehr zu meinem neuen Transalpes Big Mountain findet ihr hier.....

Sporternährung

geschrieben von stefgru | 17 Jan, 2011
Seit meiner aktiven Zeit als Leistungssportler beschäftige ich mich mit dem Thema Sporternährung. Deshalb organisiere ich seit 3 Jahren regelmässig Vorträge zu diesem interessanten Thema. Auf verständliche Art werden die Grundlagen der Sporternährung erläutert und Vorschläge zur Optimierung der persönlichen Ernährung gegeben. 

Wer Lust hat ist herzlich willkommen am Donnerstag den 24. Februar 2011, 18:30 Uhr im Transalpes Factory Shop.

GPS Kurs für Einsteiger

geschrieben von stefgru | 15 Jan, 2011

Sind für dich GPS Geräte auch Bücher mit sieben Siegeln? Mir geht es jedenfalls so und deshalb habe ich gedacht: warum nicht einen Kurs für Einsteiger in die GPS Thematik anbieten. Mit Vazifar, ihr kennt ihn alle aus dem Veloblog,  hatte ich auch sehr schnell einen kompetenten Partner gefunden. Als Biker weiss er genau worauf es uns Bikern ankommt. Seine langjährige Erfahrung mit dem GPS Gerät und seine Erfahrungen im Bereich der Erwachsenenbildung machen ihn zum geeigneten Referenten für diesen Kurs.

Der Kurs gliedert sich in einen Theorieteil und einen ausführlichen Praxisteil. GPS Geräte werden von der Firma Garmin zur Verfügung gestellt. Wer ein eigenes GPS Gerät besitzt kann dies selbstverständlich mitbringen. Zwei Kurstermine bieten wir an, die Teilnehmerzahl ist auf zwölf begrenzt.

Kurs 1:
Datum: Samstag 19. Februar 2011
Beginn: 15:00 Uhr
Ort: Transalpes Factory Shop, Alte Affolterstrasse 2a, 8909 Zwillikon
Kursgebühr: 79.- CHF

Kurs 2:
Datum: Samstag 16. April 2011
Beginn: 15:00 Uhr
Ort: Transalpes Factory Shop, Alte Affolterstrasse 2a, 8909 Zwillikon
Kursgebühr: 79.- CHF

Anmeldungen bitte telefonisch unter 044 500 56 00 oder über folgenden Link.

Bikeparadies La Palma

geschrieben von stefgru | 10 Jan, 2011

Wieder einmal hiess es dem Weihnachtsstress entfliehen, Sonne tanken und BIKEN! Die Kanaren, insbesondere La Palma, bieten sich dafür bestens an. Leider ist die Insel von der Schweiz aus nicht mehr mit einem Direktflug erreichbar, aber es gibt unzählige Varianten ab oder über Deutschland zu fliegen oder wie wir mit der Iberia über Madrid ab Zürich.
Leider hatten wir etwas Pech, da der Flughafen von La Palma wegen zu starker Fallwinde nicht angeflogen werden konnte. Somit dauerte unsere Anreise 36 Stunden. Die Bikes waren nochmals 24 Stunden länger unterwegs. Aber zum Glück hatten wir noch 15 Tage vor uns, genug Zeit also viele Trails ausprobieren zu können.
Die ersten Touren sind wir wieder mit der Bikestation La Palma (www.bike-station.de) von Ottes unterwegs gewesen. Diese liegt im kleinen Ort Puerto Naos, direkt am Meer. Über die Bikestation können auch günstig kleine Appartements gebucht werden oder der Transfer vom/zum Flughafen organisiert werden. Die geführten Touren sind sehr abwechslungsreich und so lernt man die Insel recht gut kennen. Wir waren meistens alleine unterwegs und haben nur den Shuttle-Service der Bikestation in Anspruch genommen.
Die Vulkanlandschaft ist sehr beeindruckend und abwechslungsreich, allerdings auch etwas gewöhnungsbedürftig. Der Untergrund ist teils sandig, teils sehr lose und oft auch sehr verblockt. Technisch anspruchsvolle Trails findet man zu Hauf, allerdings sollte man mit Protektoren unterwegs sein. Das scharfe Gestein und selbst noch der Sand reissen einem die "Tapete" ordentlich runter.
Highlight unsere 14 Tage waren zum einen die Vulkanroute über die "Cumbre Viecha" und zum anderen der längste Downhill vom Roque de los Muchachos. Von ca. 2450 müM kann man sich auf Trails bis ans Meer stürzen. Keine einfache Tour, technisch sehr anspruchsvoll und kräfteraubend. 4 Stunden für die Abfahrt sollte man locker einplanen. Wir haben es uns natürlich wieder mal nicht nehmen lassen und sind zuerst noch hochgeradelt. Eine wunderschöne Tour, aber dafür fehlen dann halt die Körner schon etwas für die sehr anspruchsvolle Abfahrt. Ein Shuttle auf den Roque ist vernünftiger ;-)

Aus den insgesamt über 12 Stunden Filmmaterial habe ich versucht ein paar Impressionen für euch zusammenzustellen. Leider hatte ich meine neue Digitalcamera von Canon noch nicht so im Griff, sodass die Qualität stellenweise nicht ganz so gut ist wie gewohnt. Trotzdem viel Spass beim Film!

Workshop NoTubes

geschrieben von stefgru | 14 Dez, 2010
NoTubes - also schlauchlos. Was ist das überhaupt. Was ist der Unterschied zu anderen Systemen wie UST. Welche Vorteile hat es für mich schlauchlos zu fahren. Wie wende ich NoTubes an. Kann ich meine Räder umrüsten?

Wenn du dir eine oder mehrere dieser Fragen selbst schon mal gestellt hast, dann findest du die Antwort sicher in meinem Workshop.
Neben einem ausführlichen Theorieteil gibt es auch einen praxisorientierten Teil bei dem wir die Handhabung des Systems üben.

Teilnehmerzahl ist begrenzt!

Kurs 1:
Datum: Donnerstag 17. März 2011
Beginn: 18:30 Uhr
Ort: Transalpes Factory Shop, Alte Affolterstrasse 2a, 8909 Zwillikon

Kurs 2:
Datum: Donnerstag 7. April 2011
Beginn: 15:00 Uhr
Ort: Transalpes Factory Shop, Alte Affolterstrasse 2a, 8909 Zwillikon

Weitere Workshops und Kurse: hier.....
Hier geht's zur Anmeldung

Tubeless Ready

geschrieben von stefgru | 8 Dez, 2010

Endlich erkennen auch die Reifenhersteller die Zeichen der Zeit. Wenn man schlauchlos fährt ist man kein Exot mehr, sondern voll bei der Sache. Und deshalb bietet zum Beispiel Schwalbe einen grossen Teil seines Pneu-Sortiments 2011 als "Tubless ready" an. Dies bedeutet konkret folgendes:

1. Der Innendurchmesser der Pneu wurde reduziert. Dadurch sitzen diese noch satter auf der Felge.

2. Der Wulst hat eine verstärkte Gummierung erhalten. So liegt dieser absolut satt im Felgenbett und ist quasi schon dicht.

Natürlich braucht es noch ein Dichtmittel um den gewünschten Pannenschutz zu erhalten. Dies fällt aber mit nur ca. 60gr. pro Rad ins Gewicht.

Wo sind nun die Vorteile von Tubless ready gegenüber UST?

1. Der einzelne Pneu ist ca. 120gr leichter als sein UST Pendant. Schläuche mit eingerechnet sind es insgesamt schon mal ca. 300 gr weniger rotierende Masse.

2. Durch das Dichtmittel  erhält man sehr zuverlässigen Pannenschutz bis zu 6 Monaten.

3. Die Pneu können mit deutlich wenigerLuftdruck gefahren werden. Die Reifen sind dadurch geschmeidiger und passen sich besser dem Untergrund an, was letztendlich wesentlich mehr Gripp bringt.

4. Der Rollwiderstand ist um ca. 15% geringer.

5. Sollte unterwegs doch einmal ein zu grosses Loch entstehen, kann sehr leicht ein Schlauch eingezogen werden

NoTubes bietet das kompletteste Schlauchlos System auf dem Markt an. Zum einen kann man mit den Umrüstkits jedes Rad nachträglich auf "schlauchlos" nachrüsten. Wer das NoTubes System aber voll ausschöpfen will und idealen Pannenschutz gepaart mit sehr leichten Laufrädern haben will, für den bietet NoTubes seine patentierten Felgen. Vom Racer bis zum Freerider, vom 26" bis zum 29" Fahrer findet jeder seinen passenden Umrüstkit oder seine passenden Felgen.

Ausführliche Informationen gibt es unter hier:
NoTubes

Hier Stan, der Erfinder von NoTubes, bei seiner Lieblingsbeschäftigung


29er - Trend oder Modeerscheinung

geschrieben von stefgru | 24 Okt, 2010

Es gibt sie schon lange, Mountainbikes mit 29“ Laufrädern. In den USA haben sie seit Jahren einen festen Stellenwert, egal ob beim Hobbybiker oder beim Profibiker. In Europa haben sie bisher ein Schattendasein gefristet, die Anhänger dieser Bikes wurden eher belächelt als ernst genommen. Es ging sogar soweit, dass sich eine der Gallionsfiguren – Gary Fisher – mit seiner Marke aus dem Europäischen Markt zurückgezogen hat.

Jetzt scheint sich die Situation plötzlich zu verändern. Kein Bike Magazin mehr ohne einen Bericht oder Test über 29er, an der Eurobike sah man immer mehr Marken mit ersten 29er Modellen. Im Weltcup werden erste Erfolge gefeiert, Burry Stander fährt auf seinem 29er von Spezialiced auf den dritten Platz und beim vielleicht härtesten Bikemarathon der Welt, dem Grand Raid Cristalp (137 Km, 5628 Hm) gewinnt Karl Platt dieses Jahr ebenfalls auf einem 29er Hardtail.

Eines ist klar geworden in diesem Jahr, 29er Bikes haben durch Topplatzierungen gezeigt, dass sie ernst zu nehmen sind und ihre Daseinsberechtigung haben.

Auch ich glaube an die Qualitäten der „Big Wheels“ und habe diese auch schon „erfahren“. Sie sind schnell, sie rollen leichter über Hindernisse und vielleicht das wichtigste, sie machen Spass. Schon vor zwei Jahren habe ich für Transalpes ein 26" Hardtail entwickelt aber nie auf den Markt gebracht. Heute weiss ich warum. Ich musste erst ein 29er Bike fahren und mich davon begeistern lassen. Der 29er Funke ist auf mich übergesprungen und in Kürze werde ich die ersten Prototypen unseres 29er Hardtails bei mir haben. Ich freue mich wie ein kleines Kind bis die Rahmen da sind und ich die ersten Meter damit fahren darf.

Wer mehr über unser 29er Hardtail erfahren möchte oder schon mal mit dem Prototypen eine Testfahrt machen möchte, kann sich über unseren Newsletter oder auf unserer Facebookseite auf dem Laufenden halten.

Saisonabschluss Tour 2010

geschrieben von stefgru | 23 Okt, 2010

Am Sonntag den 10.10.10, haben wir uns zu zehnt ins Tessin aufgemacht zur inzwischen legendären Transalpes Saison Abschlusstour über den Passo del Sole.
Nachdem wir die Tour wegen des Wetters bereits um eine Woche verschoben hatten und der Wetterbericht für das nördliche Tessin Sonnenschein angekündigt hatte, machten wir uns mit grosser Vorfreude auf den Weg ins Tessin. Die Ernüchterung kam nach dem Gotthardportal in Airolo: Nebel.
Wir haben uns nicht entmutigen lassen und sind in die Ritombahn gestiegen. Aus der ersten Nebelschicht raus, in die nächste rein. Schon da war abzusehen, dass das mit der Sonne am Passo del Sole nichts mehr werden würde.
Trotz dem Wetter war die Stimmung super und der Aufstieg ging recht flott. Der Aufenthalt auf dem Pass fiel jedoch sehr kurz aus, zeigte das Thermometer gerade mal 2 Grad an....
Bedingt durch den Nebel war es während der ganzen Abfahrt sehr feucht, was die ohnehin schon anspruchsvolle Abfahrt noch schwieriger machte. Gerade im mittleren Teil der Strecke waren die Steine oft glatt wie Schmierseife und zwangen selbst die Besten unter uns zum Laufen.
Das Ziel in Biasca haben wir aber alle ohne Sturz und nach knapp 2500 Höhenmetern Abfahrt mit einem breiten Lächeln im Gesicht erreicht.

Wir waren uns alle einig, im nächsten Jahr sind alle wieder mit dabei bei der Transalpes Saisonabschlusstour über den Passo del Sole, dann aber bei strahlendem Sonnenschein, oder einer unserer anderen tollen Touren!

Hier die Bilder der Tour gemacht von David Lienhard

























Mal schauen was die Filmsequenzen aus dem Nebel des Grauens hergeben. Das Ergebnis präsentiere ich noch!

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