FRM XMD 309T - die erste Tubular Felge aus Aluminium

geschrieben von stefgru | 14 Jul, 2009

Collé fahren war früher. Denkste, im Moment geht der Trend wieder hin zu geklebten Collés und das auch im Mountainbike Bereich. Bereits vor Jahren ist Thomas Frischknecht so erfolgreich im Weltcup unterwegs gewesen. Leider gab es bisher nur die sündhaft teuren Carbonfelgen. Jetzt bietet FRM eine super leichte Tubular Felge XMD309T aus Aluminium an.



Ich habe mir einen Radsatz gebaut und das System getestet. Schon beim Bau der Räder ist mir aufgefallen, dass die Felge sehr steif ist, anders als man das von anderen Leichtbaufelgen gewohnt ist. Die Montage des Collé war kein Problem, inzwischen gibt es eine Alternative zum herkömmlichen Kit, ein spezielles Doppelseitiges Klebeband von Tufo.
Auf dem Trail hat mich das Fahrverhalten überzeugt. Die Räder sind sehr steif, auch im Wiegetritt und das Rollverhalten der Pneu war sehr gut.

Was sind nun die Vorteile des Systems:

1.
Geringe rotierende Masse auf Grund der fehlenden Reifenwulst und Felgenflanke
2.
Der Fahrer kann sehr geringe Luftdrücke fahren, ohne dabei Angst vor Durchschlägen zu haben.
3. Der jedoch größte Vorteil ist der Reifen an sich. Durch die zumeist aus Baumwolle bestehende Karkasse ist der Reifen extrem walkbar und geschmeidig gegenüber dem Untergrund. Dies führt zu niedrigem Rollwiderstand und gutem Gripp.

Vorteil der FRM XMD 309T Felge:

1. Geringes Gewicht, 310 gr
2. Hohe Steifigkeit, da das gesamte Material für die Stabilität der Felge eingesetzt werden kann und nicht für die Flanke und das Felgenhorn gebraucht wird, stabiles Felgenprofil
3. Im Vergleich zu Carbon Felgen erheblich günstiger im Anschaffungspreis
4. Höheres Vertrauen in das Material Aluminium gegenüber Carbon

5. Felge ist geöst, diese verteilen die Spannkräfte der Speichen besser auf die Felge und verhindern somit Risse im Felgenbett.

Das System hat ganz klare Vorteile aber auch einige Nachteile gegenüber den anderen Systemen. So glaube ich nicht, dass sich der Alltagsbiker bei jedem Pneuwechsel die Mühe machen will, den Pneu von der Felge zu reissen, diese zu säubern um dann den neuen Collé aufzuziehen. Die Auswahl der Pneu ist noch sehr klein und fast ausschliesslich auf den Wettkampfbereich zugeschnitten. Aber im Rennsportbereich ist das System dank des geringen Gewichts und der hohen Steifigkleitswerte eine Alternative, über die es sich lohnt nachzudenken.

Mehr Informationen gibt es hier.....

NoTubes für's Rennrad

geschrieben von stefgru | 7 Jul, 2009
Seit über zwei Jahren fahre ich nun schon das NoTubes System an meinem Bike. Keine Platten mehr, leichte Räder....perfekt. Dann hat Stan, der Chef von NoTubes, wieder was neues ausgetüftelt - NoTubes für's Rennrad. Ok habe ich mir gedacht, warum nicht mal ausprobieren, wird schon klappen. Für unsere Trainingswoche auf Mallorca Anfang März habe ich die Laufräder meiner Frau und von mir umgerüstet. Die Montage war einfach. Schlauch und Pneu runter, Felge sauber gemacht, mit dem Spezialtape abgedichtet, speziellen Pneu von Hutchinson drauf, NoTubes Dichtmittel rein und aufgepumpt auf 7,5 bar. Dicht! Auch nach 2 Tagen noch, nach 4 Tagen noch.....also ab damit in die Ferien.
Meine Frau ist mit ihrem Radsatz inzwischen ca. 3000 Kilometer gefahren. Keine Panne, kein ständiges Pumpen und immer noch auf dem ersten Satz Pneu unterwegs. Super! Das ganze funktioniert nur mit dem speziell von Hutchinson entwickelten Pneu Fusion 2 Road Tubless. Alle anderen Pneus würde es bei 7 bar Druck von der Felge reissen!
Zwar sind die Pneu etwas schwerer als die leichteseten auf dem Markt, aber mit 290 gr immer noch akzeptabel. Den grossen Vorteil sehe ich eher in der Zuverlässigkeit. Wer kennt das nicht, Platten gefahren und dann muss man plötzlich den Schlauch wechseln. Das Gefummel beginnt, der Pneu rutscht nicht sauber auf die Felge, Schlauch klemmt und schon wieder der nächste Platten.
Also ich kann das System allen empfehlen, die nicht auf das letzet Gramm schauen und pannenfrei unterwegs sein wollen.