Trail Paradies Latsch

geschrieben von stefgru | 10 Apr, 2012
Latsch liegt im Vinschgau und ist ca. 4 Autotunden von Zürich entfernt. Über Ostern war ich mit meiner Frau für vier Tage dort um mal wieder richtig zu Biken und Material zu testen.
Das Vinschgau ist eine der sonnenreichsten und wärmsten Regionen der Alpen, die Südhänge sind auch im Winter meist schneefrei. Deshalb trifft man dort auch im Januar und Februar Testcrews der grossen Bikemagazine an. Dieses Jahr im März lagen die Temperaturen oft bei 20 - 25 Grad, ideal für ein erstes Trainingslager. Über Ostern waren die Süd- und auch die Nordhänge bis 1700 MüM schneefrei und alle namhaften Trails wie der Lottersteig, der 4er oder der Holly Hansen waren fahrbar.
Unterkünfte hat es zur genüge in allen Preisklassen und Lagen. Wer es exklusiv mag, der logiert am besten bei Martin im Jagdhof, etwas einfacher mit hervorragender Küche ist es bei Werner im Latscherhof. Wir haben uns für die Pension Sachsalber entschieden (da alles andere schon ausgebucht war), zum Glück wie sich gezeigt hat! Die Pension ist einfach aber dafür sehr familiär. Roman, der Chef ist mitverantwortlich für den Bau und Unterhalt der Trails. So hatten wir die besten Informationen über die Trails aus erster Hand. GPS Geräte werden gratis mit Daten gefüttert, wer kein eigenes hat, kann sich ein Gerät gratis! leihen. Für mich, der ich mit GPS auf Kriegsfuss stehe, hat Roman jeden morgen meine Routen ausgedruckt.

Zur Wahl stehen unzählige Trailkilometer auf beiden Talseiten. Charakteristisch für die Südhänge ist, dass diese sehr trocken sind. Dem entsprechend sind die Trails eher rauh, steinig und felsig. Teilweise wünscht man sich etwas Feuchtigkeit für den Boden, damit man mehr Grip hat.
Die Nordhänge sind bewaldeder, schattiger und deshalb auch etwas feuchter. Hier gibt es auch Trails mit weichem Untergrund. Beiden Seiten gemeinsam ist, dass die Trails alles bieten was man sich wünscht. Steile, technisch sehr anspruchsvolle Passagen sorgen für Adrenalin, flowige Traversen für unbeschreibliche Glücksmomente.

Eine Liste mit hilfreichen Links findest du zu unterst im Text. 

Das Transalpes Mobil war natürlcih mit Bikes und Material voll beladen. Auf meinem neuen Transalpes 29er Fully habe ich ein Testmodell des neuen DT 2013er Dämpfers gefahren (danke Frisu für den Dämpfer). Neu hat dieser Dämpfer neben dem Lockout auch eine Pedalplattform und ist eine echte Akternative zum FOX RP23. Der Dämpfer spricht sehr feinfühlig an und ist sehr leicht einstellbar.
An meinem Transalpes Big Mountain habe ich eine Brake Force One Bremse montiert. Über diese wird in letzter Zeit ja sehr viel geschrieben, positives wie negatives. Also war es Zeit für den Härtetest auf den anpruchsvolen Trails im Vischgau. Die BFO hat mir drei Tgae lang Spass gemacht. Trotz fehlendem Ausgleichsbehälter, von Fading keine Spur. Eine Stärke hat die BFO auf den steilen und teilweise sehr verblockten Trails voll ausspielen können, ihre gute Dossierbarkeit. Anders als herkömmlcih Bremsen hat die BFO keinen „Druckpunkt“ sondern sie baut die Bremskraft linear in Abhängigkeit zum Weg des Hebels auf. Je weiter man am Hebel zieht, desto mehr Bremskraft entwickelt die Bremse. Einfach und auch gut erlebbar im anspruchsvoleln Gelände. Aussedem verfügt die BFO über sehr viel Bremskraft wenn man sie dann mal braucht. Die Bremse ist zwar nicht ganz günstig, dafür hält sie aber was sie verspricht.
Bei meinem anderen neuen „Teil“ am Big Mountain war ich mir nicht so sicher ob es gut kommt. Immerhin bietet das Big Mountain satte 160mm Federweg und will demenstprechend gefahren werden. Ich hatte mir mit den neuen ZTR Crest 650B Felgen von NoTubes einen sehr leichten Radsatz gebaut. Testpneu hatte ich von Schwalbe mehrere bekommen, aber leider haben nur die Racing Ralph 2.25“ in den Hinterbau gepasst. Na prima, ich weiss nicht, wann ich das letzte Mal so schmale Pneu gefahren bin. Also drauf mit den Dingern und rein ins Vergnügen. Nach den ersten zaghaften Metern wurde ich immer mutiger und nach den ersten paarhundert Downhillmetern war es mir schon nicht mehr wichtig was für Pneu ich fahre, bzw. ich merkte gar nicht, dass ich auf 2.25“ RR unterwegs war. So fielen dann unterwegs einige ungläubige Blicke von anderen Bikern auf meine Pneu. Was diese jedoch nicht realisierten war, dass ich auf 650B unterwegs war. Und das macht tatsächlich einen grossen Unetrschied. Die Pneu haben mehr Auflagefläche als 26“ Räder und bieten dadurch wesentlcih mehr Grip. Auch rollen sie viel besser über Stock und Stein – aber kommen in diesem Punkt nicht an die 29“ Kollegen dran. Wenn ich aber die Mischung aus Gewicht, Rolleigenschaften, Grip und Steifigkeit betrachte, dann haben 650B Räder bei Bikes mit 140mm Federweg und mehr eindeutig die Nase vorne. Ich bin gespannt, was da in den nächsten Jahren so auf uns zurollen wird.

Alles in allem waren es vier tolle Biketage in einer unglaublichen Bikeregion. Es hat einfach alles gepasst von der Unterkunft über die Trails bis zum Material. Ganz besonders erwähnen möchte ich zum Schluss die Gastfreundschaft und Freundlichkeit der Menschen die wir kennengelernt haben. Wir waren sicher nicht das letzet Mal in Latsch!

 

So, und hier nun die Linkliste:
Pension Sachsalber
Hotel Jagdhof
Hotel Latscherhof
Bike Eldorado Vinschgau
Romas Bikeseite
Transalpes 29er
Transalpes Big Mountain
NoTubes (650B)
Brake Force One




Eine Oase der Ruhe und des Friedens - oder ein Stück Tibet im Wallis

geschrieben von stefgru | 9 Aug, 2011
Letzte Woche war ich mit meiner Frau mehrere Tage mit dem Bike im Wallis unterwegs. Auf Empfehlung eines Freundes haben wir uns unter anderem auch auf die Moosalp gemacht, nicht nur der leckeren Cremeschnitten wegen. Von der Moosalp gibt es nämlich diverse lohnende Trails ins Tal hinab.

Nach den etwas flowigen Trails der ersten Moosalp Runde haben wir uns beim zweiten Mal die etwas technischere Variante über Embd entschieden. Irgendwann folgten wir dem empfohlenen Yak-Trail, der sich immer wieder verzweigte. So, etwas von der Ideallinie abgekommen, sah ich plötzlich grosse Gebetsfahnen vor mir über den Trail gespannt.

Hallo dachte ich, wir sind hier doch im Wallis.....und nicht im Himalaya. Erinnerungen an meine beiden längeren Biketouren im Ladakh wurden wieder geweckt. Zu meiner Überraschung führte der von uns eingeschlagene Weg zur Yak Tsang Ling Roti Flüo. Überall Gebetsfahnen, kleine budhistische Tempel und Altäre, sogar ein thailändische Geisterhaus haben wir entdeckt.

Die Yackfarm liegt hoch über dem Mattertal und wird von Dani Wismer und Sonja Mathis ganzjährig betrieben.Seit über 17 Jahren züchtet Dani in idyllischer Lage Yaks und wurde für sein Yak-Trockenfleisch nach bündner Art schon ausgezeichnet.

Wer einmal fern ab vom Massentourismus ein paar Tage abschalten möchte, der ist hier richtig. Im Massenschlag stehen mehrere Betten zur Verfügung und gekocht wird für die Gäste auch. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage www.yaks.ch

Härtetest für die neue Shimano XT 2012 Gruppe am Pilatus

geschrieben von stefgru | 4 Jul, 2011
Letzte Woche habe die lang ersehnte neue Shimano XT Gruppe erhalten, zwar erst die silberne Version, aber trotzdem, ich hatte meine Freude.

Am Samstag habe ich die Gruppe dann an ein neues Transalpes Testbike montiert. Einzig mit der Kettenlänge hatte ich zuerst etwas Mühe. Hatte nicht berücksichtigt, dass ich hinten ja ein 36-er Ritzel habe.

Die erste Testfahrt fand dann gleich am Sonntag statt. Zielgebiet: Pilatus.
Von Alpnachstad ging es über Lütoldsmatt und Fräkmünt  bis zum Punkt Chilchsteine auf 1865 MüM.
Der Anstieg hatte es in sich, bis zu gefühlten 25% Steigung. Die neue DynaSys-Schaltung habe ich vorne dreifach mit 24-32-42 Zähnen und hinten mit 11-36 Zähnen montiert. Erstaunlich war, dass ich dank des  36-er Ritzels hinten sehr lange auf dem mittleren Kettenblatt bleiben konnte ohne zu schalten. Praktisch den gesamten Aufstieg auf Asphalt habe ich das kleine Blatt nie gebraucht. Als dann ab Lütoldsmatt die kernigen Anstiege kamen musste auch das kleine Kettenblatt herhalten. Auch hier war das 36-er Ritzel wieder hilfreich. Bis Laub konnte ich so alle Anstiege meistern. Danach hat mir dann die Kraft gefehlt um auch noch den Rest der technisch anspruchsvollen steilen Steigung ganz zu fahren.

Den Aufstieg auf den Gipfel haben wir uns dann wegen der grossen Menschenmassen gespart. Gut erholt haben wir uns dann in die Falllinie entlang der Zahnradbahn geworfen. Die 1400 Hm Trail gehören mit zum Besten das ich kenne. Teilweise sehr anspruchsvoll, durchsetzt mit zahllosen Stufen, Switchbacks und groben Stein-/Wurzelpassagen verlangt der Trail volle Konzentration. Ich war gespannt auf die neue XT Bremse mit IceTec .  Bewusst hatte ich nur die 180/160mm Scheiben montiert um zu sehen was die Bremse bei einem knapp 80 Kg Mann im extremen Gelände kann. Um es vorweg zu nehmen, die Bremse hat mich begeistert. Der Druckpunkt ist klar definiert, Fading ein Fremdwort. Die Bremskraft war sehr gut und auch sehr gut dosierbar, wobei ich mir für mein Big Mountain mit 160mm Federweg in jedem Fall die 203/180mm Scheiben montieren würde. Die Bremsen wurden nie extrem heiss, zumindest konnte ich keine Geruchsentwicklung feststellen ;-). Alles in allem ist die neue XT Bremse sensationell gut.

Mein Fazit nach diesem sehr harten Test der neuen XT-Gruppe: Shimano knüpft mit der neuen XT an die gewohnte Qualität an und setzt wieder einmal den Masstab in der mittleren Preisklasse.

Hier noch ein paar Facts zur Gruppe, alle Gewichte mit Präzisionswaage gemessen:

Kurbel: 775g
Innenlager: 92g
Schaltwerk: 230g
Umwerfer Downswing: 152g
Umwerfer Topswing: 149g
Schalthebel links: 137g
Schalthebel rechts: 143g
Bremse vorne (ohne Adapter/Schrauben): 285g
Bremse hinten (ohne Adapter/Schrauben): 301g
Disc 6-Loch 160mm (mit Schrauben): 142g
Disc 6-Loch 180mm (mit Schrauben): 170g
Disc 6-Loch 203mm (mit Schrauben): 208g
Kette 116 Glieder: 280g

Wer die neue Gruppe mal testen will darf sich gerne bei mir melden. Tel 044 500 56 00

;-) natürlich verbaue ich die Gruppe ab sofort auch an allen meinen Bikes!

Neue Karte für Trail-Fans - Supertrail Map

geschrieben von stefgru | 27 Jun, 2011

Kürzlich habe ich im Internet  eine neue interessante Karte für  Biker entdeckt. Schon der Name SUPERTRAIL MAP lässt ahnen auf welche Zielgruppe der Herausgeber abzielt und weckt Hoffnungen.
Ich habe mir mal zwei dieser Karten gekauft, beide aus Regionen die ich zumindest etwas kenne.

Auf den ersten Blick unterscheidet sich die Supertrail Map kaum von der bekannten Singletrail Map. Viele Bunte Linien auf einer Karte im Massstab 1.50000 verteilt. Bei genauerem Hinsehen und anschliessendem Studium der Legende offenbart sich aber viel Neues.

Die Karte weisst nur Trails aus, unterschiedlich markiert nach Schwierigkeitsgrad und ob es sich um einen Uphill-Trail oder Downhill-Trail handelt. Dies macht das Leben eindeutig leichter.
Die Schwierigkeitsstufen sind derer fünf plus eine zusätzliche Farbe für Schieb-/Tragepassagen. Die einzelnen Schwierigkeitsgrade sind ausreichend gut beschrieben. Alle Trails wurden vom Herausgeber und seinen Mitarbeitern befahren, sodass eine einheitliche Bewertung der Trailschwierigkeiten garantiert ist.
Zusätzliche Piktogramme weissen auf Hotels, Restaurants, Werkstätten, gefährliche Schlüsselstellen und ähnliches hin. Manche Trails begleitet ein „grüner Daumen nach oben“ – dann handelt es sich um einen Highlight-Trail.

Die Karten gibt es nicht flächendeckend sondern sie werden nur für Gebiete ausgearbeitet, die eine besonders hohe Trail-Dichte aufweisen. 

Tourenvorschläge als solche findet man auf der Karte nicht. Darauf angesprochen meint der Herausgeber: „. Tourenvorschläge: Ich denke, dass die Karte die Art und Weise, wie man Touren fährt, etwas beeinflussen wird. Man kann ja jetzt beliebig viele Highlight-Trails aneinanderhängen, wie man will. Abkürzen, Verlängern - ganz nach eigenem Gusto. Es ist aber bereits ein Ergänzungsangebot in Vorbereitung, das dem Bedürfnis nach Orientierung mit GPS, aber auch der Vorbereitung einer spezifischen Tour, Rechnung trägt. Du kannst gespannt sein :-)“

Ja, das bin ich dann auch wirklich.

Für die Schweiz gibt es bereits folgende Karten:
Mendriso
Lugano
Davos-Arosa_Lenzerheide
Visp
Les Portes du Soleil (ab 30. Juni 2011)

Interessant dürften auch noch die Karten vom Gardasee, dem Susatal und Finale Ligurie werden, die für diesen Sommer angekündigt sind.

Die Karten sind unter anderem hier erhältlich….


Herstellerseite

Bikerevier Flims

geschrieben von stefgru | 14 Jun, 2011
Pfingsten - das heisst mal wieder zwei Tage am Stück frei und endlich mal wieder Zeit für einen Ausflug in die Berge. Flims stand auf dem Programm und zumindest am Sonntag waren top Bikebedingungen.
Etwas verkatert (diverse Sachen mussten endlich mal nachgefeiert werden) haben wir uns dann gegen Mittag auf die Bikes geschwungen. Einen vielversprechenden Tourenvorschlag hatten wir auch im Rucksack, aber um an den Ausgangspunkt der Tour zu kommen war uns der Sessellift ab Flims empfohlen worden. Also schnell das Ticket gelöst und auf über Foppa zur Station Naraus.
Dies ist auch der Ausgangspunkt der Freeride Strecke Runca, die wir aber verschmäht haben. Für uns hiess es zuerst mal 200 Hm stossen. Was danach kam war Soulriden pur. Bis hinunter nach Flims haben wir nur gelegentlich mal eine Forststrasse gequert und konnten uns am Schluss noch von den Qualitäten der Runca-Freeride-Strecke überzeugen.

Hier ein paar Impressionen unserer Traumtour (leider ist die Qualität der Bilder nicht so gut, da ich nur mein iPhone zur Hand hatte)












GPS Kurs für Einsteiger

geschrieben von stefgru | 15 Jan, 2011

Sind für dich GPS Geräte auch Bücher mit sieben Siegeln? Mir geht es jedenfalls so und deshalb habe ich gedacht: warum nicht einen Kurs für Einsteiger in die GPS Thematik anbieten. Mit Vazifar, ihr kennt ihn alle aus dem Veloblog,  hatte ich auch sehr schnell einen kompetenten Partner gefunden. Als Biker weiss er genau worauf es uns Bikern ankommt. Seine langjährige Erfahrung mit dem GPS Gerät und seine Erfahrungen im Bereich der Erwachsenenbildung machen ihn zum geeigneten Referenten für diesen Kurs.

Der Kurs gliedert sich in einen Theorieteil und einen ausführlichen Praxisteil. GPS Geräte werden von der Firma Garmin zur Verfügung gestellt. Wer ein eigenes GPS Gerät besitzt kann dies selbstverständlich mitbringen. Zwei Kurstermine bieten wir an, die Teilnehmerzahl ist auf zwölf begrenzt.

Kurs 1:
Datum: Samstag 19. Februar 2011
Beginn: 15:00 Uhr
Ort: Transalpes Factory Shop, Alte Affolterstrasse 2a, 8909 Zwillikon
Kursgebühr: 79.- CHF

Kurs 2:
Datum: Samstag 16. April 2011
Beginn: 15:00 Uhr
Ort: Transalpes Factory Shop, Alte Affolterstrasse 2a, 8909 Zwillikon
Kursgebühr: 79.- CHF

Anmeldungen bitte telefonisch unter 044 500 56 00 oder über folgenden Link.

Bikeparadies La Palma

geschrieben von stefgru | 10 Jan, 2011

Wieder einmal hiess es dem Weihnachtsstress entfliehen, Sonne tanken und BIKEN! Die Kanaren, insbesondere La Palma, bieten sich dafür bestens an. Leider ist die Insel von der Schweiz aus nicht mehr mit einem Direktflug erreichbar, aber es gibt unzählige Varianten ab oder über Deutschland zu fliegen oder wie wir mit der Iberia über Madrid ab Zürich.
Leider hatten wir etwas Pech, da der Flughafen von La Palma wegen zu starker Fallwinde nicht angeflogen werden konnte. Somit dauerte unsere Anreise 36 Stunden. Die Bikes waren nochmals 24 Stunden länger unterwegs. Aber zum Glück hatten wir noch 15 Tage vor uns, genug Zeit also viele Trails ausprobieren zu können.
Die ersten Touren sind wir wieder mit der Bikestation La Palma (www.bike-station.de) von Ottes unterwegs gewesen. Diese liegt im kleinen Ort Puerto Naos, direkt am Meer. Über die Bikestation können auch günstig kleine Appartements gebucht werden oder der Transfer vom/zum Flughafen organisiert werden. Die geführten Touren sind sehr abwechslungsreich und so lernt man die Insel recht gut kennen. Wir waren meistens alleine unterwegs und haben nur den Shuttle-Service der Bikestation in Anspruch genommen.
Die Vulkanlandschaft ist sehr beeindruckend und abwechslungsreich, allerdings auch etwas gewöhnungsbedürftig. Der Untergrund ist teils sandig, teils sehr lose und oft auch sehr verblockt. Technisch anspruchsvolle Trails findet man zu Hauf, allerdings sollte man mit Protektoren unterwegs sein. Das scharfe Gestein und selbst noch der Sand reissen einem die "Tapete" ordentlich runter.
Highlight unsere 14 Tage waren zum einen die Vulkanroute über die "Cumbre Viecha" und zum anderen der längste Downhill vom Roque de los Muchachos. Von ca. 2450 müM kann man sich auf Trails bis ans Meer stürzen. Keine einfache Tour, technisch sehr anspruchsvoll und kräfteraubend. 4 Stunden für die Abfahrt sollte man locker einplanen. Wir haben es uns natürlich wieder mal nicht nehmen lassen und sind zuerst noch hochgeradelt. Eine wunderschöne Tour, aber dafür fehlen dann halt die Körner schon etwas für die sehr anspruchsvolle Abfahrt. Ein Shuttle auf den Roque ist vernünftiger ;-)

Aus den insgesamt über 12 Stunden Filmmaterial habe ich versucht ein paar Impressionen für euch zusammenzustellen. Leider hatte ich meine neue Digitalcamera von Canon noch nicht so im Griff, sodass die Qualität stellenweise nicht ganz so gut ist wie gewohnt. Trotzdem viel Spass beim Film!

Saisonabschluss Tour 2010

geschrieben von stefgru | 23 Okt, 2010

Am Sonntag den 10.10.10, haben wir uns zu zehnt ins Tessin aufgemacht zur inzwischen legendären Transalpes Saison Abschlusstour über den Passo del Sole.
Nachdem wir die Tour wegen des Wetters bereits um eine Woche verschoben hatten und der Wetterbericht für das nördliche Tessin Sonnenschein angekündigt hatte, machten wir uns mit grosser Vorfreude auf den Weg ins Tessin. Die Ernüchterung kam nach dem Gotthardportal in Airolo: Nebel.
Wir haben uns nicht entmutigen lassen und sind in die Ritombahn gestiegen. Aus der ersten Nebelschicht raus, in die nächste rein. Schon da war abzusehen, dass das mit der Sonne am Passo del Sole nichts mehr werden würde.
Trotz dem Wetter war die Stimmung super und der Aufstieg ging recht flott. Der Aufenthalt auf dem Pass fiel jedoch sehr kurz aus, zeigte das Thermometer gerade mal 2 Grad an....
Bedingt durch den Nebel war es während der ganzen Abfahrt sehr feucht, was die ohnehin schon anspruchsvolle Abfahrt noch schwieriger machte. Gerade im mittleren Teil der Strecke waren die Steine oft glatt wie Schmierseife und zwangen selbst die Besten unter uns zum Laufen.
Das Ziel in Biasca haben wir aber alle ohne Sturz und nach knapp 2500 Höhenmetern Abfahrt mit einem breiten Lächeln im Gesicht erreicht.

Wir waren uns alle einig, im nächsten Jahr sind alle wieder mit dabei bei der Transalpes Saisonabschlusstour über den Passo del Sole, dann aber bei strahlendem Sonnenschein, oder einer unserer anderen tollen Touren!

Hier die Bilder der Tour gemacht von David Lienhard

























Mal schauen was die Filmsequenzen aus dem Nebel des Grauens hergeben. Das Ergebnis präsentiere ich noch!

Biketour Jura

geschrieben von stefgru | 20 Okt, 2010

Anfang Oktober waren wir, 14 Trailfans, statt auf der Transalpes Saisonabschluss Tour am Passo del Sole im Jura unterwegs. Mit dem Wetter hatte wir es super erwischt, strahlend blauer Himmel und Fernsicht über die gesamten Schweizer Alpen, grandios.

Den ersten Anstieg haben wir noch mit der Bahn von Biel nach Magglingen bewältigt und nach dem Gruppenfoto am "Ende der Welt" - kein Scherz, der höchste Punkt von Magglingen heisst tatsächlich so, ging es los. Trails und Naturstrasse haben sich stetig abgewechselt, Asphalt bekamen wir so gut wie nie unter die Stollen.

Einen kurzen Film zur Tour gibt es natürlich wie immer, diesmal mit einer etwas ungewohnten Perspektive ;-) vom mir aufgenommen und der normalen Perspektive von David aufgenommen.

 

Viel Spass!

Griespass - San Giacomo Tourenhighlight über dem Bedrettotal - der Film

geschrieben von stefgru | 17 Sep, 2010
Es gibt Bikespotts, die kaum einer kennt und dann plötzlich entdeckt werden. Wie es der Zufall so will war ich ebenfalls am Sonntag den 12. September mit einer 13 Mann/Frau starken Gruppe auf der Route Nufenen - Griespass - Riale - San Giacomo - Ossasco unterwegs.
Chregu (von der 8:10 Uhr Gruppe ;-)) hat ja schon ausführlich über dir Trails geschwärmt, dem kann ich eigentlich nur noch meinen kurzen Film zur Unterstreichung hinzufügen.



P.S. Am 3. Oktober nehmen wir den Passo del Sole unter die Stollen. Wer ihn nicht kennt hat was verpasst. Info's unter Passo del Sole

Einladung an alle Biker - Griespass Tour 12. September 2010

geschrieben von stefgru | 31 Aug, 2010
Zu unserer Tagestour am 12. September 2010 zum Griespass lade ich alle Biker recht herzlich ein. Die Tour verspricht Trailvergnügen vom Feinsten, wobei sich die Anstiege in Grenzen halten. Durch den Shuttle von Airolo auf den Nufenenpass sind insgesamt nur noch ca. 800 Hm zu bewältigen. Dafür winken zahlreiche Trailkilometer, mal technisch mal flowig.

Treffpunkt: Airolo, Bahnhof. Näheres wird noch bekannt gegeben, da ein Transfer auf den Nufenen
Pass organisiert wird.
Zeit: ca. 9:30 Uhr
Kondition Level 2-3* (nur 800 Hm ab Nufenen Pass, aber sehr viele Trailpassagen)
Technik Level 3*
Testbike: Wird aus Wunsch gestellt
Versicherung ist Sache der Teilnehmer!

Bitte unbedingt rechtzeitig bei mir verbindlich anmelden, damit ich den Tranfer planen und organisieren kann. stefan.gruber@transalpes.com
Weitere Informationen unter: transalpes.com

Ich freue mich auf alle die mit dabei sein wollen.

Albishorn Bergrennen des Skiclub Hausen

geschrieben von stefgru | 26 Aug, 2010
Alljährlich am ersten Mittwoch nach den Sommerferien veranstaltet der Skiclub Hausen ein MTB bergrennen auf das Albishorn. Dieses Jahr war ich mit meiner Frau Kathrin und unserem Bikekollegen Gery mit am Start. Ich hatte das Gefühl das "who is who" der Bikeszene hatte sich gestern eingefunden. So waren unteranderem Urs Huber (Sieger zahlloser Bikemarathons), Adrian Brennwald (Weltmeister über die 3-fach Triathlondistanz) sowie zahlreiche lokale Elitefahrer wie Michel Bravin und Reto wolf am Start. Zum Glück hatte es aber auch noch zahlreiche Hobbyfahrer am Start, so dass ich mir dann doch nicht so fehlplatziert vorkam. Immerhin war ich mit meinem normalen Transalpes (mit einer 2011 Testgabel von Marzocchi mit 150mm Federweg) unterwegs, das im Vergleich zu den Rennmaschinen der "Stars" (das leichteste wog nur 7.4Kg) schon etwas seltsam begutachtet wurde. Zum Glück war auch Migi Koller vom Fro Shop mit einem 150mm Intense unterwegs und wir haben in dieser Klasse den Sieg untereinander ausgefahren ;-)
Die Strecke hatte es dann ganz schön in sich. Auf 10 Km waren immerhin 460 Hm zu bewältigen. Der Sieger Urs Huber hat dafür unvorstellbare 24 Minuten und 16 Sekunden gebraucht. Echt der Hammer. Dagegen sehen meine 37 Minuten schon fast bescheiden aus. Immerhin hat meine Frau Kathrin einen sehr guten 2. Rang bei den Frauen herausgefahren.
Trotz aller Anstrengungen war es ein toller Event: Locker organisiert, anspruchsvolle Strecke mit herrlichem Alpenblick, Bratwurst und Bier bei der Rangverkündung. Und zum Abschluss haben wir uns dann noch den lässigen Trail auf dem Albiskamm bis zum Restaurant Schweikhof gegönnt, mit Helmlampen natürlich ;-)

Nächstes Jahr bin ich bestimmt wieder mit dabei!

Topo Karten der Schweiz gratis online

geschrieben von stefgru | 18 Aug, 2010
Ab sofort ist die Schweiz im Massstab 1:25000 online. Das gesamte Kartenmaterial steht allen gratis zur Verfügung. Nun kann jeder einfach seine Touren planen und Kartenauschnitte im Format A4 ausdrucken ohne dass man das tonnenweise Karten kaufen muss.
Neben der topographischen Karte konnen zusätzlich Wanderwege und andere nützliche Details angezeigt werden.

Der link dazu: http://map.geo.admin.ch/

Trailsüchtig im Engadin

geschrieben von stefgru | 12 Aug, 2010

Engadin - Val Viola - Posciavo - Kesch Hütte - Marmaré

Fünf Tage Ferien - vier geniale Touren mit extrem hohem Trailanteil in einer fantastischen Landschaft. Zum Teil haben wir es uns dieses Mal "einfach" gemacht. Das Bike Hotel Palü bietet geführte Biketouren an. Um nicht immer nur "vor der Haustüre" zu biken ist ein hauseigender Shutteldienst eingerichtet. So lassen sich auch tolle Touren in der Region von Livigno, dem Stilfser Joch oder Bormio durchführen. Auch sind die öffentlichen Verkehrsmittel auf den Transaport von Bikes eingerichtet und ab zwei Nächten im Hotel sind alle öffentlichen Verkehrsmittel und Bergbahnen gratis (gilt aber nicht für das Bike).
Unsere erste Tour haben wir am Passo D'Era oberhalb von Livigno getartet. Über den Passo di Trela und den Passo di Viola führten uns endlose Trails bis Posciavo. Den Abschluss hat dann die neu angelegte Bikeroute von der Bergstation Diavolezza bis Pontresina gebildet. Eine traumhaft schöne Tour die sich sehr abwechslungsreich gestaltet hat. Länge ca. 57 km, 1300 Hm geschätze 80 % Trail, 15% Schotterpisten und nur 5% Asphalt

Impressionen wie immer als Film, weitere Schmankerl von den anderen Touren folgen.

Engadin - Fuorcla Surlej

geschrieben von stefgru | 25 Jul, 2010
Ich hatte schon viele tolle Bike-Bilder vom Engadin gesehen, viele Bike-Berichte gelesen und trotzdem bin ich nach 8 Jahren in der Schweiz erst vor 14 Tagen das erst Mal ins Oberengadin gereist. Gut vorbereitet, zumindest was Kartenmaterial und Tourenplanung anging, führte uns unsere erste Tour auf die Fuorcla Surlej. Der Anstieg war hart und führte ab Surlej auf einer steilen Forststrasse gnadenlos in die Höhe, den Corvatsch meist im Visier. Ein paar Steilpassagen in der Mitte zwangen uns dann trotz MOJO! zum Schieben. Aber es hat sich gelohnt. Urplötzlich erreicht man die Fuorcla Surlej und es öffnet sich der Blick auf das Bernina Massiv, den Piz Palü, den Roseg Gletscher....um nur ein paar der Topspots zu nennen. Nach einer kleinen Stärkung in der Hütte machten wir uns auf den Trail in Richtung Val Roseg. Vorsorglich hatten Kathrin und ich unsere Knie-Protektoren eingepackt. 
Was dann für die nächsten ca. 70 Minuten folgte lässt sich nicht in Worte fassen. Deshalb lasse ich lieber einen kurzen Film sprechen, der nur einen kleinen Eindruck vermitteln mag. Viel Spass beim Schauen und ich kann jedem nur empfehlen, diese Tour einmal selbst unter die Stollen zu nehmen.

1 2 3  vor»