Härtetest für die neue Shimano XT 2012 Gruppe am Pilatus

geschrieben von stefgru | 4 Jul, 2011
Letzte Woche habe die lang ersehnte neue Shimano XT Gruppe erhalten, zwar erst die silberne Version, aber trotzdem, ich hatte meine Freude.

Am Samstag habe ich die Gruppe dann an ein neues Transalpes Testbike montiert. Einzig mit der Kettenlänge hatte ich zuerst etwas Mühe. Hatte nicht berücksichtigt, dass ich hinten ja ein 36-er Ritzel habe.

Die erste Testfahrt fand dann gleich am Sonntag statt. Zielgebiet: Pilatus.
Von Alpnachstad ging es über Lütoldsmatt und Fräkmünt  bis zum Punkt Chilchsteine auf 1865 MüM.
Der Anstieg hatte es in sich, bis zu gefühlten 25% Steigung. Die neue DynaSys-Schaltung habe ich vorne dreifach mit 24-32-42 Zähnen und hinten mit 11-36 Zähnen montiert. Erstaunlich war, dass ich dank des  36-er Ritzels hinten sehr lange auf dem mittleren Kettenblatt bleiben konnte ohne zu schalten. Praktisch den gesamten Aufstieg auf Asphalt habe ich das kleine Blatt nie gebraucht. Als dann ab Lütoldsmatt die kernigen Anstiege kamen musste auch das kleine Kettenblatt herhalten. Auch hier war das 36-er Ritzel wieder hilfreich. Bis Laub konnte ich so alle Anstiege meistern. Danach hat mir dann die Kraft gefehlt um auch noch den Rest der technisch anspruchsvollen steilen Steigung ganz zu fahren.

Den Aufstieg auf den Gipfel haben wir uns dann wegen der grossen Menschenmassen gespart. Gut erholt haben wir uns dann in die Falllinie entlang der Zahnradbahn geworfen. Die 1400 Hm Trail gehören mit zum Besten das ich kenne. Teilweise sehr anspruchsvoll, durchsetzt mit zahllosen Stufen, Switchbacks und groben Stein-/Wurzelpassagen verlangt der Trail volle Konzentration. Ich war gespannt auf die neue XT Bremse mit IceTec .  Bewusst hatte ich nur die 180/160mm Scheiben montiert um zu sehen was die Bremse bei einem knapp 80 Kg Mann im extremen Gelände kann. Um es vorweg zu nehmen, die Bremse hat mich begeistert. Der Druckpunkt ist klar definiert, Fading ein Fremdwort. Die Bremskraft war sehr gut und auch sehr gut dosierbar, wobei ich mir für mein Big Mountain mit 160mm Federweg in jedem Fall die 203/180mm Scheiben montieren würde. Die Bremsen wurden nie extrem heiss, zumindest konnte ich keine Geruchsentwicklung feststellen ;-). Alles in allem ist die neue XT Bremse sensationell gut.

Mein Fazit nach diesem sehr harten Test der neuen XT-Gruppe: Shimano knüpft mit der neuen XT an die gewohnte Qualität an und setzt wieder einmal den Masstab in der mittleren Preisklasse.

Hier noch ein paar Facts zur Gruppe, alle Gewichte mit Präzisionswaage gemessen:

Kurbel: 775g
Innenlager: 92g
Schaltwerk: 230g
Umwerfer Downswing: 152g
Umwerfer Topswing: 149g
Schalthebel links: 137g
Schalthebel rechts: 143g
Bremse vorne (ohne Adapter/Schrauben): 285g
Bremse hinten (ohne Adapter/Schrauben): 301g
Disc 6-Loch 160mm (mit Schrauben): 142g
Disc 6-Loch 180mm (mit Schrauben): 170g
Disc 6-Loch 203mm (mit Schrauben): 208g
Kette 116 Glieder: 280g

Wer die neue Gruppe mal testen will darf sich gerne bei mir melden. Tel 044 500 56 00

;-) natürlich verbaue ich die Gruppe ab sofort auch an allen meinen Bikes!

Hydraulische Schaltung ACROS A-GE

geschrieben von stefgru | 5 Mai, 2011
Was vor 5 Jahren als zaghafter Versuch eines Tüftlers aus Freiburg (D) unter dem Arbeitstitel 5Rot startete wird jetzt serienreif. Acros, die Komponentenschmiede aus Deutschland, hat das Konzept von Christoph Mutters aufgegriffen, denselben eingestellt und herausgekommen ist jetzt die erste serienreife Schaltung A-GE von Acros. Die A-GE leitet vielleicht ein neues Zeitalter im Schaltbereich ein. Dabei wird nicht ein komplett neuer Ansatz wie etwa mit der Rohloff oder dem Pignion Getriebe gestartet. Diese Konzepte sind meines Erachtens zu schwer um sich letztendlich durchsetzen zu können. Vielmehr wird die sich seit Jahrzehnten bewährte Kettenschaltung optimiert.


Herausgekommen ist dabei dies:






Folgende Vorteile weisst die A-GE Schaltung gegenüber „konventionellen“ Kettenschaltungen auf:
1. Die A-GE ist, einmal richtig montiert, absolut wartungsfrei
2. Ein Schaltwerk und ein Umwerfer für alle Übersetzungen
3. Schnelles und präzises Schalten hoch und runter
4. Hinten 3 Gänge hoch oder runter in einem Schaltvorgang schaltbar
5. 229 Gramm leichter als SRAM X.0
6. Jedes Einzelteil austauschbar
7. Im Schadensfall kann jeder Gang manuell eingelegt werden

Ich durfte die Schaltung als einer der ersten überhaupt vor einigen Wochen bei Acros fahren. Ungewohnt war zunächst mal, dass ich  pro Schaltung nur noch einen Schalthebel habe. Nach einigem Rätselraten war es dann aber klar: mit einem Hebel werden die beiden Schaltvorgänge hoch und runter ausgelöst, je nachdem ob ich den Schalthebel im oberen Bereich drücke oder unten, wodurch dieser leicht schwenkt.



Einmal begriffen, kam das AHA-Erlebnis. Mühelos 3 Gänge rauf und runter schalten, blitzschnell und absolut präzise.
Die Schaltung macht wirklich Spass und sieht auch noch sehr edel aus. Einzig der Preis macht deutlich, dass es sich um ein absolutes Highend Produkt handelt, das sich nicht jeder an sein Bike montieren möchte.

Mehr Informationen gibt es direkt von Acros unter www.acros.de, auf www.trailsupply.ch und natürlich an den Bike Days. Dort kann man die Schaltung dann mal testen.
Filme zum Thema gibt es auf Youtube natürlich auch schon einige, hier mal die besten:


Gabeltest

geschrieben von stefgru | 10 Feb, 2011

Derzeit teste ich für meine neuen Bikes mehrere Gabeln. Unter anderem die von mir persönlich bevorzugten Federgabeln mit Stahl- bzw. Titanfeder. Hier seht ihr mal wie gut eine solche Gabel anspricht. Ich finde es immer wieder beeindruckend was die Gabeln heutzutage leisten müssen.



Mehr zu meinem neuen Transalpes Big Mountain findet ihr hier.....

Workshop NoTubes

geschrieben von stefgru | 14 Dez, 2010
NoTubes - also schlauchlos. Was ist das überhaupt. Was ist der Unterschied zu anderen Systemen wie UST. Welche Vorteile hat es für mich schlauchlos zu fahren. Wie wende ich NoTubes an. Kann ich meine Räder umrüsten?

Wenn du dir eine oder mehrere dieser Fragen selbst schon mal gestellt hast, dann findest du die Antwort sicher in meinem Workshop.
Neben einem ausführlichen Theorieteil gibt es auch einen praxisorientierten Teil bei dem wir die Handhabung des Systems üben.

Teilnehmerzahl ist begrenzt!

Kurs 1:
Datum: Donnerstag 17. März 2011
Beginn: 18:30 Uhr
Ort: Transalpes Factory Shop, Alte Affolterstrasse 2a, 8909 Zwillikon

Kurs 2:
Datum: Donnerstag 7. April 2011
Beginn: 15:00 Uhr
Ort: Transalpes Factory Shop, Alte Affolterstrasse 2a, 8909 Zwillikon

Weitere Workshops und Kurse: hier.....
Hier geht's zur Anmeldung

Tubeless Ready

geschrieben von stefgru | 8 Dez, 2010

Endlich erkennen auch die Reifenhersteller die Zeichen der Zeit. Wenn man schlauchlos fährt ist man kein Exot mehr, sondern voll bei der Sache. Und deshalb bietet zum Beispiel Schwalbe einen grossen Teil seines Pneu-Sortiments 2011 als "Tubless ready" an. Dies bedeutet konkret folgendes:

1. Der Innendurchmesser der Pneu wurde reduziert. Dadurch sitzen diese noch satter auf der Felge.

2. Der Wulst hat eine verstärkte Gummierung erhalten. So liegt dieser absolut satt im Felgenbett und ist quasi schon dicht.

Natürlich braucht es noch ein Dichtmittel um den gewünschten Pannenschutz zu erhalten. Dies fällt aber mit nur ca. 60gr. pro Rad ins Gewicht.

Wo sind nun die Vorteile von Tubless ready gegenüber UST?

1. Der einzelne Pneu ist ca. 120gr leichter als sein UST Pendant. Schläuche mit eingerechnet sind es insgesamt schon mal ca. 300 gr weniger rotierende Masse.

2. Durch das Dichtmittel  erhält man sehr zuverlässigen Pannenschutz bis zu 6 Monaten.

3. Die Pneu können mit deutlich wenigerLuftdruck gefahren werden. Die Reifen sind dadurch geschmeidiger und passen sich besser dem Untergrund an, was letztendlich wesentlich mehr Gripp bringt.

4. Der Rollwiderstand ist um ca. 15% geringer.

5. Sollte unterwegs doch einmal ein zu grosses Loch entstehen, kann sehr leicht ein Schlauch eingezogen werden

NoTubes bietet das kompletteste Schlauchlos System auf dem Markt an. Zum einen kann man mit den Umrüstkits jedes Rad nachträglich auf "schlauchlos" nachrüsten. Wer das NoTubes System aber voll ausschöpfen will und idealen Pannenschutz gepaart mit sehr leichten Laufrädern haben will, für den bietet NoTubes seine patentierten Felgen. Vom Racer bis zum Freerider, vom 26" bis zum 29" Fahrer findet jeder seinen passenden Umrüstkit oder seine passenden Felgen.

Ausführliche Informationen gibt es unter hier:
NoTubes

Hier Stan, der Erfinder von NoTubes, bei seiner Lieblingsbeschäftigung


29er - Trend oder Modeerscheinung

geschrieben von stefgru | 24 Okt, 2010

Es gibt sie schon lange, Mountainbikes mit 29“ Laufrädern. In den USA haben sie seit Jahren einen festen Stellenwert, egal ob beim Hobbybiker oder beim Profibiker. In Europa haben sie bisher ein Schattendasein gefristet, die Anhänger dieser Bikes wurden eher belächelt als ernst genommen. Es ging sogar soweit, dass sich eine der Gallionsfiguren – Gary Fisher – mit seiner Marke aus dem Europäischen Markt zurückgezogen hat.

Jetzt scheint sich die Situation plötzlich zu verändern. Kein Bike Magazin mehr ohne einen Bericht oder Test über 29er, an der Eurobike sah man immer mehr Marken mit ersten 29er Modellen. Im Weltcup werden erste Erfolge gefeiert, Burry Stander fährt auf seinem 29er von Spezialiced auf den dritten Platz und beim vielleicht härtesten Bikemarathon der Welt, dem Grand Raid Cristalp (137 Km, 5628 Hm) gewinnt Karl Platt dieses Jahr ebenfalls auf einem 29er Hardtail.

Eines ist klar geworden in diesem Jahr, 29er Bikes haben durch Topplatzierungen gezeigt, dass sie ernst zu nehmen sind und ihre Daseinsberechtigung haben.

Auch ich glaube an die Qualitäten der „Big Wheels“ und habe diese auch schon „erfahren“. Sie sind schnell, sie rollen leichter über Hindernisse und vielleicht das wichtigste, sie machen Spass. Schon vor zwei Jahren habe ich für Transalpes ein 26" Hardtail entwickelt aber nie auf den Markt gebracht. Heute weiss ich warum. Ich musste erst ein 29er Bike fahren und mich davon begeistern lassen. Der 29er Funke ist auf mich übergesprungen und in Kürze werde ich die ersten Prototypen unseres 29er Hardtails bei mir haben. Ich freue mich wie ein kleines Kind bis die Rahmen da sind und ich die ersten Meter damit fahren darf.

Wer mehr über unser 29er Hardtail erfahren möchte oder schon mal mit dem Prototypen eine Testfahrt machen möchte, kann sich über unseren Newsletter oder auf unserer Facebookseite auf dem Laufenden halten.

Testbericht XTR 2011

geschrieben von stefgru | 13 Sep, 2010
Gestern war es so weit. Ich konnte die frisch an mein Transalpes montierte neue XTR Gruppe endlich fahren. Zusammen mit 12 anderen Trail Fans haben wir uns auf die Tour zum Griepass gemacht. Natürlich ist die neue XTR  Dyna-Sys Gruppe gleich mal optisch aufgefallen. Das edle polierte Finish sticht ins Auge.

Antrieb:
Ich habe mein Bike mit der 3x10 Gruppe ausgestattet. Nach meinem Dafürhalten die bessere Wahl an einem All Mountain Bike. Die neue Übersetzung der Gänge soll den Zug auf die Kette vermindern - vorne sind die Kettenblätter 42- 32 - 24, hinten habe ich mich für die 11-36 Kassette entschieden, die 11-34 reicht vermutlich auch. Die Schaltvorgänge sind extrem weich. Egal ob vorne oder hinten, der Schaltvorgang ist präzise, sanft und sehr schnell - vermutlich die positive Auswirkung des verringerten Kettenzugs.
Erstaunlich war, dass ich einige Passagen ohne es zu merken auf dem mittleren Kettenblatt gefahren bin, wo ich sonst sicher längst auf das kleine Kettenblatt geschalten hätte.
Positiv hat sich auch das "kleinere" grosse Kettenblatt mit 42 Zähnen ausgewirkt. Bringt es doch wieder ein paar Millimeter mehr Bodenfreiheit die in verblockten Passagen von Entscheidung sein können.
Bremse:
Bei der Europa-Präsentation der neuen XTR Gruppe im Februar konnte ich die die neue Bremse schon mal kurz auf einem Parkplatz testen. Mein Eindruck damals war positiv. Shimano hat gerade bei der Bremse grosse Verbesserungen angekündigt. Es sollten Welten zwischen der neuen und der alten XTR Bremse liegen. Ich habe mir natürlich die Trail Version montiert. Vorne 203mm, hinten 180mm Scheiben (allerdings nicht die Original-Scheiben in Sandwich Bauweise) sondern normale Edelstahl. Habe an meinem aktuellen Radsatz kein Centerlock. Die Bremse sieht sehr viel dynamischer aus als die Vorgängerin. Der Hebel ist sehr kurz, ist schön zu greifen und klar als Ein-Finger-Hebel konzipiert.
Die Bremsbeläge sind sehr futuristisch. An die Kühlrippen, dank derer die Temperatur der Bremsanlage reduziert wird, muss man sich gewöhnen.
Die Bremsleistung ist schlicht weg gesagt gewaltig. Kein Vergleich zur alten XTR Bremse und auch im Vergleich zu meiner Lieblingsbremse (Hope Tech M4) bereits von Anfang an kräftiger im Biss. Dafür ist die Hope Bremse etwas besser zu dosieren. So ist es mir ein paar mal passiert, dass das Hinterrad ungewollt blockiert hat. Aber nach ein paar Kilometern hatte ich mich an die Bremse gewöhnt. Der Druckpunkt ist sehr definiert, ist nie gewandert und die Bremsleistung war immer konstant.
Fazit:
Die neue XTR Dyna-Sys hat mich voll begeistert.Edles Design und gewohnt überzeugende, nein sogar überragende Funktion! Mal schauen, ob dann auch die Preise so überzeugend sein werden.

Die ersten Gruppen für den Schweizer Markt werden vermutlich ab Anfang Dezember zur Verfügung stehen, ab dann werden wir die Gruppe auch an meinen Transalpes Bikes anbieten.

Bilder folgen, kann diese im Moment leider nicht laden!

11-32 vs. 11-34 Kassette - welche Übersetzung ist besser

geschrieben von stefgru | 11 Aug, 2010
Ich werde von meinen Kunden immer wieder gefragt welche Übersetzung sie wählen sollen, 11-32 oder 11-34. Letzte Woche war ich in Bikeferien im Oberengadin (Filme folgen) und habe selbst mal den Unterschied "erfahren".

Die Facts:
XTR 11-34
Abstufung: 34-30-26-23-20-17-15-13-11
Gewicht: 246 gr

XTR 11-32
Abstufung: 32-28-24-21-18-16-14-12-11
Gewicht 223 gr

Auf meinen neuen Radsatz habe ich hinten eine XTR 11-34 Kassette montiert, dachte mir das macht im steilen Gelände des Engadis bestimmt Sinn. Zum Vergleich bin in an einem Tag die gewohnte  XTR 11-32 Kassette gefahren.

Auf langen steilen Asphaltanstiegen hat die 11-34 Übersetzung etwas Vorteile, gerade wenn man am Ende einer langen Tour schon etwas entkräftet ist. Mit dem 34er "Rettungsring" lässt es sich dann ganz locker noch pedalieren.

Im Gelände halte ich aber die 11-32er Kassette für die bessere Wahl. Die extrem kleine Übersetzung - eigentlich ist es ja sogar eine Untersetzung - der 11-34er Kassette entwickelt ein grosses Drehmoment und das Hinterrad dreht sehr leicht durch. Dies führt meist dazu, dass man absteigen muss. Durch den kleinen Gang wird dazu die Trittfrequenz erhöht, was im steilen Anstieg leicht zu einem unruhigen Fahrstil führt.So wird das Bike sehr unruhig und man verliert schneller die Balance. In sehr technischen Passagen im Anstieg bevorzuge ich zum Beispiel das 28er oder sogar das 24er Ritzel. Mit etwas mehr Kraft und Schwung lassen sich anspruchsvolle Passagen besser meistern als mit hoher Kadenz.

Ich werde auch bei meinem neuen Radsatz wieder zur bewährten 11-32er Kassette wechseln.

Und welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Pimp your ride

geschrieben von stefgru | 30 Jul, 2010
Es war mal wieder an der Zeit mir etwas schönes für mein Transalpes zu gönnen, nachdem ich das ganze Jahr über die neuen Naben und Felgen von NoTubes, insbesondere die Podium MMX,  getestet habe.
Die Wahl fiel natürlich auf Acros und es sollte schon etwas aussergewöhnliches sein. Also hab ich die Jungs von Acros gefragt, was denn momentan DIE Farbe ist die man haben muss. Die Antwort: CHROM. Whow, wie früher hab ich mir gedacht, verchromtes Schutzblech.....naja, schaun wir mal.

Letzte Woche sind die Teile gekommen, jetzt strahlt mein Transalpes wie noch nie zuvor.
Als erstes hab ich mir einen Radsatz gebaut. Trotz der sehr positiven Erfahrungen mit der NoTubes ZTR Podium MMX (285 gr) habe ich mich dann doch kurzfristig noch für die ZTR Crest (340 gr) entschieden. Auf Dauer hat eine Weltcup-Felge im harten Allmountain Einsatz nichts verloren. Der Radsatz wiegt jetzt mit den Acros .74 Naben (etwas schwerer da verchromt), den NoTubes Felgen und DT Revolution Speichen gerade mal 1405 gr. Etwas schwerer als die bisherigen in der Saison aber schön:





Natürlich habe ich auch gleich noch den passenden Steuersatz und das Tretlager gewechselt. Jetzt fehlen nur noch die passenden Griffe, aber die bekomme ich auch noch ;-)







Das fertige Bike wiegt jetzt mit KS i900 Remote Sattelstütze, solider Hope M4 4-Kolben-Bremsanlage (203/180mm), Fox Vanilla mit Stahlfeder und X-Fusion Dämpfer mit Titanfeder nur noch 11.8 Kg (ohne Pedale). Fast perfekt ist es geworden, nur für die rote Schraube an der Sattelstütze habe ich noch keine ideale Lösung. Verchromen wäre ideal, aber das ist nur schwer umsetzbar. Vielleicht weiche ich auf schwarz aus.



Nächste Woche geht es damit für 5 Tage ins Engadin ;-)

Und wie hast du dein Bike gepimpt?

Es ist wieder Zeit für eine Vollmond Tour

geschrieben von stefgru | 21 Jun, 2010

Am Samstag den 26. Juni 2010 ist wieder Vollmond. Sonnenuntergang ist um 21:24 Uhr, spätestens dann wollen wir auf der Rigi stehen, den herrlichen Sonnenuntergang und gleichzeitig den Mondaufgangum 21:40 Uhr geniessen
Komm mit und erlebe diese Tour gemeinsam mit uns. Treffpunkt ist am Samstagabend um 19:00 Uhr am kleinen Parkplatz auf der Berner Höhe. Gerne stellen wir Testbikes und Lampen zur Verfügung. Interessiert, dann melde dich unter der Nummer 044 500 56 00 bei Stefan Gruber an. Hier noch der Link zu weiteren Informationen und der Karte mit dem Treffpunkt drauf: Transalpes Vollmond Tour

Tour de Suisse - Materialschlacht

geschrieben von stefgru | 17 Jun, 2010
Vor zwei Tagen kam es beim Zielsprint der Tour de Suisse in Wettingen zu einem Massensturz, der zum Glück einigermassen glimpflich abgelaufen ist. Auf Facebook habe ich ich das folgende Bild entdeckt und heute noch ein paar Hintergründe dazu in Erfahrung bringen können.



Auslöser des Sturzes war wohl nicht ein Fahrfehler von Marc Cavendish, sondern die Tatsache, dass sein Carbonlaufrad eingeknickt ist. Das Bild ist recht eindrücklich. Wenn ich nun dran denke, dass immer mehr Carbonlaufräder auf den Bikemarkt drängen wird mir ganz anders zu Mute.

Neues Spielzeug getestet - GoPro HD Kamera

geschrieben von stefgru | 12 Feb, 2010

Rechtzeitig kurz vor Weihnachten kam sie endlich, die HD Version der GoPro Kamera. Eigentlich wollte ich ja meine Ferien auf La Palma damit dokumentieren, aber....das  ist eine andere Geschichte.
Am 3. Januar war dann ein perfekter Tag zum Biken bei uns hier am Mühliberg und Äugsterberg. Feste Scheeunterlage, Sonnenschein also nix wie raus auf die Transalpes Bikes. Der Ride war perfekt, die Kamera hat prima funktioniert, aber leider war mein Laptop zu schwach dimensioniert um die ggantische Datenmenge zu bearbeiten. Also musste ein Mac Book her. Das Warten hat sich gelohnt, endlich kann ich auch HD Filme bearbeiten. Zwar ist es ein recht zeitintensives Hobby, aber das Ergebnis stimmt.
In jedem Fall freue ich mich auf den Frühling, dann kann ich euch hoffentlich mehr Filme von meinen Touren zeigen.

Hier noch ein Beispiel

 

Ich habe mir einen Traum erfüllt

geschrieben von stefgru | 30 Okt, 2009
Schon mein zweiter Bikerahmen war ein Titanrahmen der kleinen Marke Hawk, Titanrohre gemufft, ein Hingucker. Seither hat mich das Material Titan nicht mehr losgelassen. Es ist schlicht, die Rohrdurchmesser eher klein und die Schweissnähte filigran. Dazu kommen ausgezeichnete Fahreigenschaften, da der Rahmen sehr gut Dämpft und einfach zeitlos schön ist.

Vor einigen Jahren habe ich dann angefangen, Titanrahmen zu sammeln. Zuerst kam ein Merlin Hardtail Rahmen, den ich günstig auf E-Bay gesteigert hatte. Dann musste natürlich ein Rennrad aus Titan her, und ich fand ein altes Merlin, noch mit 1" Gabelschaft. Mein dritter Titanrahmen war dann wieder ein "Schnäppchen" auf E-bay, ein Serotta Legend Ti Rennradrahmen. Diesen habe ich mir dann mit der Campoagnolo Record aufgebaut. Mit diesem Flitzer bin ich auch die letzten Jahren immer unterwegs gewesen. Dann habe ich gemerkt, dass ich keinen Platz für mehr Bikes habe, zwischendurch haben bis zu 10 Velos meinen Keller und meine Wohnung besiedelt. Aber einen Traum hatte ich immer noch: Ein Seven Rahmen musste es sein. Diese Kultmarke aus Boston/USA schweisst die derzeit wohl edelsten Rahmen. Einer der Mitgründer, Rob Vandermark, hatte schon bei seinem alten Arbeitgeber Merlin Kultstatus erlangt. Da die Rahmen nur auf Mass geschweisst werden, war es unwahrscheinlich, dass ich jemals einen für mich erschwinglichen Seven Rahmen ergattern könnte. Bis ich dann an der Eurobike zufällig am Stand von Seven vorbeikam und nicht mehr davon loskam. Da hing mein Traum, der Seven Axiom SG. Ich kam mit dem Importeur ins Gespräch und es hat sich herausgestellt, dass er diesen Rahmen verkauft. Ich musste nicht lange überlegen, zumal der Rahmen meine Masse hatte. Jetzt steht das Schmuckstück bei mir im Shop, versehen mit einer Originalunterschrift von Rob Vandermark.







Jetzt warte ich nur noch auf eine geniale Eingebung, damit ich mich für die passenden Komponenten und Anbauteile entscheiden kann.

Shimano Ultegra 2010 - erster Fahrbericht

geschrieben von stefgru | 21 Okt, 2009

Gestern bin ich zum ersten Mal mit der neuen Shimano Ultegra Gruppe auf meinem Rennrad unterwegs gewesen. Bis auf ein zwei Kleinigkeiten habe ich dabei meine Campagnolo Record nicht vermisst.
Das neue Design der Shimano Ultegra gefällt mir recht gut. Lediglich die Kurbel macht einen ungewohnt wuchtigen Eindruck, und ähnelt jetzt mehr der Dura Ace Gruppe. Die neue Schaltung funktioniert super, etwas anderes hätte ich von Shimano auch nicht erwartet. Die 2x10 Schaltung habe ich mit einem 11-28 er Ritzelpaket bestückt. Zusammen mit der Compact Kurbel (50/34 Zähne) habe ich das Gefühl, dass ich auch längere Passfahrten (vorausgesetzt die Kondition stimmt)  damit sehr gut bewältigen kann. Am meisten überzeugt mich der neue Brems-/Schaltgriff. Dieser ist ergonomisch angepasst. Egal in welcher Position man schalten oder bremsen will, man hat immer einen sehr guten Griff. Insbesonder wenn man von oben greift, hat man einen guten Halt mit dem Zeigefinger und kann mit dem Mittelfinger und Ringfinger die Bremse auch bergab sauber dosieren.

Hier ein paar Bilder von der Gruppe:





Und so sieht das ganze dann montiert aus!

29er NoTubes Radsatz

geschrieben von stefgru | 17 Okt, 2009

Heute habe ich meinen ersten 29er Radsatz gebaut. Es ist etwas anderes, als die gewohnten 26" Laufräder aufzubauen. Nicht nur die Länge der Speichen oder der enorme Umfang machen dies aus, sondern es fühlt sich anders an. Seit über 2 Jahren baue ich nun Laufräder, zu 99% mit NoTubes Felgen, und habe mir doch eine gewisse Routine erworben. Unter anderem baue ich leichte Race Radsätze für Elitefahrer, aber auch FR und DH Laufräder sowie alle Laufräder für die Transalpes Bikes. Jetzt hat ein Kunde einen 29er Radsatz bestellt.



Mal was neues habe ich mir gedacht und so war es dann auch. Erst mal die langen Speichen (DT Comp mit 296mm und 292 mm) besorgen. Als Naben habe ich die neuen und sehr leichten 2010 ZTR Naben von NoTubes genommen, Felgen die ZTR 355 29er von NoTubes. Einspeichen und auf Grundspannung bringen waren wie gewohnt. Als es dann aber darum ging, die Spannung auf den Sollwert zu bringen, habe ich gemerkt, dass die 29" Felgen ganz anders reagieren als 26" Felgen.

 

Durch den um ca. 8mm grösseren Abstand zwischen den einzelnen Speichen reagiert die 29er Felge um einiges sensibler. Das heisst, die Speichenspannung muss in noch kleineren Schritten erhöht werden und dazwischen natürlich auch immer wieder abgedrückt werden.
Das Ergebnis nach 3 Stunden arbeit kann sich sehen lassen, jetzt hoffe ich nur, dass der Radstz dem Kunden auch gefällt ;-)

Was alles möglich ist an Laufrädern seht ihr auf meiner Laufrad Galerie und im Laufrad-Konfigurator.

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